Nach einem Jahr als Junior Coach und Organisationsberaterin bei der nw GmbH beginnt für Christina Pfister ein neues Kapitel. Bevor sie weiterzieht, möchte sie einige Erkenntnisse teilen, die sie in dieser Zeit besonders geprägt haben.

Im vergangenen Jahr durfte ich zahlreiche Organisationen, Teams, Führungskräfte und Mitarbeitende kennenlernen. Ich erhielt Einblicke in unterschiedliche Branchen, Kulturen, Arbeitsweisen und Herausforderungen. Dabei habe ich unter anderem Workshops begleitet, Veränderungsprozesse unterstützt, Stimmungsbilder ausgewertet, Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung begleitet, Kommunikationsmassnahmen erarbeitet und viele wertvolle Gespräche geführt. 

Meine Learnings beschränken sich dabei nicht nur auf die Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden. Auch innerhalb unseres Teams durfte ich wertvolle Erfahrungen zu Kommunikation, Verantwortung, Prozesse und Zusammenarbeit sammeln. 

Je mehr Einblicke ich erhielt, desto stärker wurde eine Erkenntnis: 

So unterschiedlich Organisationen auch sind, am Ende stehen überall Menschen im Zentrum. 

Führungskräfte beschäftigen ähnliche Fragen wie andernorts. Teams stehen vor vergleichbaren Herausforderungen in der Zusammenarbeit. Mitarbeitende wünschen sich oft dieselben Dinge: Orientierung, Vertrauen, Wertschätzung, Mitgestaltung und die Möglichkeit, einen sinnvollen Beitrag zu leisten. 

Diese Erfahrung zieht sich wie ein roter Faden durch meine vier wichtigsten Learnings aus der Organisationsentwicklung. 

1. Veränderung gelingt durch Beteiligung

Die besten Konzepte nützen wenig, wenn Menschen nicht verstehen, weshalb eine Veränderung nötig ist oder wenn sie nicht die Möglichkeit erhalten, ihre Perspektive einzubringen. Dort, wo Menschen einbezogen werden, entstehen oft nicht nur bessere Lösungen, sondern auch mehr Akzeptanz, Identifikation und Verantwortung für den gemeinsamen Weg. 

2. Störungen haben Vorrang 

Als Berufseinsteigerin hatte ich häufig den Anspruch, möglichst gut vorbereitet zu sein und den geplanten Ablauf einzuhalten. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass das Wichtigste oft nicht auf der Agenda steht. Wenn Menschen etwas beschäftigt, lohnt es sich, dort anzusetzen. Oft waren es genau diese ungeplanten Diskussionen, die wichtige Themen sichtbar gemacht und Fortschritte ermöglicht haben. 

3. Verantwortung ermöglicht Entwicklung

Während meiner Zeit bei der nw GmbH durfte ich früh Verantwortung übernehmen und mich in unterschiedlichste Themen einbringen. Dadurch habe ich gelernt, dass Entwicklung selten ausschliesslich durch Ausbildung oder Theorie entsteht. 

Menschen wachsen vor allem dann, wenn ihnen Vertrauen entgegengebracht wird, sie ausprobieren dürfen und auch einmal Fehler machen können. 

4. Wirkung entsteht erst im Alltag 

Workshops, Coachings und Veränderungsprojekte können wichtige Impulse setzen. Die eigentliche Veränderung entsteht jedoch erst danach. Erfolgreiche Organisationsentwicklung zeigt sich nicht nur in Konzepten oder Präsentationen, sondern vor allem im täglichen Miteinander. Dort, wo neue Erkenntnisse tatsächlich gelebt werden, entsteht nachhaltige Wirkung. 

Dieses Jahr hat nicht nur meinen Blick auf Organisationen geprägt, sondern auch mich persönlich. Für die vielen Begegnungen, das entgegengebrachte Vertrauen und die wertvollen Erfahrungen bin ich sehr dankbar. 

Und wenn ich eine Erkenntnis aus diesem Jahr besonders hervorheben müsste, dann diese: 

Organisationsentwicklung beginnt nicht bei Methoden, Prozessen oder Strukturen. Sie beginnt bei den Menschen, die täglich zusammenarbeiten. 

 

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