Die EinfĂŒhrung neuer Arbeitswelten wie Open Space, Shared Desk und moderner BĂŒrogestaltung ist weit mehr als ein rĂ€umlicher Wandel – sie ist ein kultureller VerĂ€nderungsprozess. FĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte bedeutet das, nicht nur Strukturen zu verĂ€ndern, sondern vor allem Menschen mitzunehmen. Gerne prĂ€sentieren wir Ihnen in diesem Artikel einige Schritte, wie Widerstand zur Chance werden kann.

Offenheit, Vertrauen und Dialogbereitschaft sind zentrale Elemente, um als FĂŒhrungskraft Unsicherheiten zu begegnen und Orientierung zu geben. Mitarbeitende brauchen das GefĂŒhl, dass sie nicht nur betroffen sind, sondern aktiv mitgestalten dĂŒrfen.

Ein besonders wirkungsvoller Hebel ist die gemeinsame Entwicklung von Regeln («Office ABC») fĂŒr das neue Miteinander im BĂŒro. Statt Vorgaben «von oben» entstehen diese idealerweise in partizipativen Formaten – etwa in Workshops, Teamdialogen oder moderierten Austauschrunden. So werden nicht nur BedĂŒrfnisse sichtbar, sondern auch Lösungen, die von allen getragen werden. Die Regeln betreffen dabei nicht nur die Nutzung von ArbeitsplĂ€tzen, sondern auch Fragen der Zusammenarbeit, RĂŒckzugsmöglichkeiten und gegenseitigen RĂŒcksichtnahme. Wichtig ist, dass diese Regeln nicht statisch bleiben, sondern regelmĂ€ssig gemeinsam reflektiert und angepasst werden – etwa in Retrospektiven oder Feedbackrunden.

RegelmĂ€ssige DurchfĂŒhrung von Stimmungsmessungen

Als nw GmbH bieten wir unseren Kund:innen in Projekten jeweils an, einen Stimmungsbarometer durchzufĂŒhren und die Auswertungen dazu gemeinsam mit den Betroffenen zu besprechen. Laut Nadine Waldvogel-Benz, CEO und Founder der nw GmbH wĂŒrden auch die kulturellen Faktoren und die Umsetzung der Regeln im BĂŒro (Office ABC) darin eingebunden: «In regelmĂ€ssigen AbstĂ€nden können die Evaluationen durchgefĂŒhrt und miteinander verglichen werden. So erkennen wir frĂŒhzeitig wo Optimierungsbedarf besteht und können individuell auf die Lösungsentwicklung eingehen.»

VerĂ€nderung ist kein Sprint, sondern ein gemeinsamer Lernweg. Und manchmal betrifft dieser Weg auch die FĂŒhrungskraft selbst. Denn nicht selten erleben auch FĂŒhrungspersonen inneren Widerstand gegenĂŒber neuen Arbeitsformen – sei es aus Sorge um Kontrollverlust, aus Unsicherheit oder weil gewohnte Strukturen wegfallen. Das ist menschlich – und darf sein.

Bewusster Umgang mit eigenem Widerstand

Wichtig ist, diesen Widerstand nicht zu verdrÀngen, sondern bewusst damit umzugehen. Dabei helfen folgende Schritte:

  • Selbstreflexion: Was genau löst den Widerstand aus? Welche Ängste oder Überzeugungen stehen dahinter?
  • Austausch suchen: GesprĂ€che mit Kolleg:innen oder Coaches können helfen, blinde Flecken zu erkennen und neue Perspektiven zu gewinnen.
  • Sich informieren: Wissen schafft Sicherheit. Wer die HintergrĂŒnde und Chancen neuer Arbeitsformen versteht, kann sie besser einordnen.
  • Schrittweise AnnĂ€herung: Kleine Experimente und Pilotphasen helfen, Vertrauen aufzubauen.
  • Sich selbst erlauben, zu lernen: Auch FĂŒhrung ist ein Lernprozess. Offenheit fĂŒr Entwicklung ist ein starkes Signal an das Team.

Umgang mit Widerstand im Team

Gleichzeitig kann es vorkommen, dass auch im Team Widerstand spĂŒrbar wird – sei es durch Skepsis, RĂŒckzug oder offene Ablehnung. Auch hier ist die Rolle der FĂŒhrungskraft entscheidend. Widerstand ist kein Zeichen von Unwillen, sondern oft ein Ausdruck von Unsicherheit, Überforderung oder fehlender Beteiligung. Um diesen konstruktiv zu bearbeiten, helfen folgende AnsĂ€tze:

  • Zuhören statt bewerten: Geben Sie Raum fĂŒr Sorgen, Fragen und Kritik – ohne sofort zu bewerten oder zu relativieren.
  • VerstĂ€ndnis zeigen: Anerkennen Sie, dass VerĂ€nderung emotional ist. Empathie schafft Vertrauen.
  • Beteiligung ermöglichen: Wer mitgestalten darf, fĂŒhlt sich ernst genommen und entwickelt eher Akzeptanz.
  • Transparenz schaffen: ErklĂ€ren Sie die HintergrĂŒnde der VerĂ€nderung nachvollziehbar und wiederholt.
  • Erfolge sichtbar machen: Kleine Fortschritte und positive Erfahrungen stĂ€rken die VerĂ€nderungsbereitschaft.

Wer als FĂŒhrungskraft sowohl den eigenen als auch den Widerstand im Team ernst nimmt und aktiv begleitet, schafft eine Kultur, in der VerĂ€nderung nicht als Bedrohung, sondern als gemeinsame Chance verstanden wird – fĂŒr mehr Zusammenarbeit, Vertrauen und ZukunftsfĂ€higkeit.

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Blog-Artikel vom 20.6.2025: «Einblicke in die Mini-Change-Begleitung unseres eigenen BĂŒroumzuges»

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