Wann ist ein Umzug eigentlich abgeschlossen? Nicht dann, wenn der letzte Karton ausgepackt ist. Sondern dann, wenn der neue Ort im Alltag angekommen ist. Wenn er nicht mehr erklärt werden muss, sondern wirkt. Auf die Zusammenarbeit, auf den Fokus, auf das Wohlbefinden der Menschen, die ihn täglich nutzen.
Ein gutes Jahr nach unserem Einzug ins HOI – House of Interiors im Zürcher Binz‑Quartier ist genau dieser Punkt erreicht. Mit diesem Beitrag schliessen wir unsere Post‑Linie rund um den Umzug, das Projekt B2Binz und die Ambassador:innen‑Arbeit bewusst ab – und richten den Blick auf das, was geblieben ist und trägt.
Der gemeinsame Umzug der nw GmbH und der Bene Schweiz GmbH von Wallisellen in die Binz war von Beginn an mehr als ein Standortwechsel. Er war ein bewusster Entscheid für eine andere Art des Arbeitens und Zusammenwirkens. Uns war früh klar: Wenn sich der Raum verändert, muss auch die Art, wie wir ihn nutzen, gemeinsam ausgehandelt werden. Deshalb gestalteten wir den Umzug als Mini‑Change‑Prozess – nicht als reines Organisationsprojekt.
Bereits vor dem Einzug startete der Ambassador:innen‑Prozess. Mitarbeitende aus beiden Organisationen begleiteten den Wandel von Anfang an. Gemeinsam setzten wir uns mit Fragen auseinander, die im Alltag oft zu kurz kommen: Welche Tätigkeiten brauchen welche Umgebung? Wie balancieren wir Fokus und Austausch? Und was bedeutet Rücksichtnahme konkret, wenn wir Räume teilen?
Aus diesen Gesprächen, Beobachtungen und Erfahrungen entstand schrittweise ein gemeinsames Verständnis unserer Arbeitswelt. Festgehalten wurde es im Office ABC – nicht als Regelwerk im klassischen Sinn, sondern als gemeinsame Orientierung. Es beschreibt, wie wir Räume nutzen, wie wir uns abstimmen, wie wir Verantwortung übernehmen und wie wir miteinander arbeiten wollen. Damit wurde der Raum nicht einfach bezogen, sondern bewusst belebt.
Heute zeigt sich diese Arbeit im Alltag sehr klar. Die Arbeitsumgebung im HOI ist strukturiert, zoniert und dennoch offen. Unterschiedliche Arbeitsweisen finden ihren Platz: konzentriertes Arbeiten, Austausch, Co‑Creation, Coachings und informelle Begegnungen. Das aktivitätsbasierte Arbeiten ist dabei kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Praxis.
Im täglichen Arbeiten erleben wir, wie eng Raum, Verhalten und Kultur miteinander verbunden sind. Fokus wird bewusster geschützt, weil es Orte gibt, die genau dafür gedacht sind. Austausch ist klarer und verbindlicher, weil er dort stattfindet, wo er willkommen ist. Wohlbefinden entsteht nicht zufällig, sondern durch Licht, Materialien, Bewegung und eine Umgebung, die Energie gibt statt nimmt. Und das Miteinander wird gestärkt, weil kurze Wege und gemeinsam genutzte Zonen Begegnung erleichtern.
Diese Wirkung zeigt sich nicht nur intern. Auch Kund:innen nehmen den Ort wahr. In Workshops, Coachings und Beratungen wird die Atmosphäre oft als ruhig, offen und stimmig beschrieben. Der Raum unterstützt Dialog und Co‑Creation und spiegelt unsere Haltung sichtbar wider – ohne dass sie erklärt werden muss.
Besonders deutlich wird die Wirkung auch im Zusammenhang mit unserem Jahresmotto W3 – Wohlbefinden, Wirksamkeit, Wandel, das im Rahmen der Strategietage entwickelt wurde. In der neuen Umgebung ist dieses Motto nicht nur ein Leitgedanke, sondern im Alltag spürbar. Wohlbefinden zeigt sich in Räumen, die Menschen unterstützen. Wirksamkeit entsteht dort, wo Umgebung und Tätigkeit zusammenpassen. Und Wandel wird möglich, weil Menschen ihn aktiv mitgestalten durften und Orientierung hatten.
Mit diesem Beitrag schliessen wir auch die Ambassador:innen‑Arbeit im Projekt B2Binz offiziell ab. Sie war zentral dafür, dass der Wandel nicht verordnet, sondern getragen wurde. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen Prozess engagiert mitgestaltet haben: Patrick Benz als Auftraggeber, Jakob Haueisen in der Projektleitung, unseren Ambassador:innen Gabriela Roesli, Martin Wigger und Anita Venosta sowie Carmen Brügger für die konzeptionelle Raum‑ und Nutzungsplanung. Und natürlich allen Mitarbeitenden von Bene und nw, die den Raum täglich mit Leben füllen.
Wandel kann herausfordern. Und er kann stärken. Unsere Erfahrung im HOI zeigt: Veränderung wirkt dann nachhaltig, wenn Menschen sie gemeinsam gestalten und im Alltag leben. Raum ist dabei kein Nebenschauplatz, sondern ein aktiver Mitgestalter von Kultur.
Wir sind stolz auf das gemeinsame Erarbeitete – und gespannt auf alles, was in der Binz weiterwachsen darf.
Lernen Sie unsere Angebote kennen in den Bereichen:
Kontaktieren Sie uns – und gestalten Sie «neue Wege»!
